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SRI

 

SRI steht für „Socially Responsible Investment“, also gesellschaftlich verantwortliche Kapitalanlagen. Der europäische Branchenverband für nachhaltiges Investment Eurosif hat lange unterschieden zwischen „Kern-SRI“, (nachhaltigen Geldanlagen) das strengere Konzepte enthält, und „breitem SRI“, (verantwortliches Investieren)  das weniger strenge Konzepte von großen, überwiegend konventionellen Investoren umfasst. Darum haben manche Akteure den Oberbegriff SRI inzwischen im Englischen inhaltlich erweitert auf „Sustainable and Responsible Investment“, also „nachhaltiges und verantwortliches Investieren“.

1) Nachhaltiges Investment (Kern-SRI)
Unter nachhaltigen Geldanlagen sind strengere Konzepte zu verstehen. Der europäische Interessensverband Eurosif hat bis 2011 folgende Konzepte des „Kern-SRI“ unterschieden, die im Markt immer noch so angewendet werden:

  1. Mindestens drei ethische wert- oder normbasierte Ausschlusskriterien: z.B. Verstöße gegen Menschenrechteund Arbeitsnormen und die Prinzipien des UN Global Compact)
  2. Positivkriterien / Best-in-Class-Konzepte: Positivkriterien beziehen sich auf positive Beiträge von Unternehmen und Staaten beispielsweise zum Umweltschutz oder Lebensbedingungen armer Menschen. Best-in-Class-Konzepte wählen die Unternehmen einer Branche aus, die die vergleichsweise höchsten ökologischen, sozialen Leistungen erbringen und am besten geführt sind.
  3. Themenfonds: Sie enthalten Unternehmen insbesondere aus den Bereichen Wassertechnik, Umwelttechnik, Erneuerbare Energien. Doch Vorsicht: Nicht alle haben (ökologische und soziale) Nachhaltigkeitskriterien. Darum unterscheidet man bei Nachhaltigen Geldanlagen zwischen:
  • Wertorientierte Investments (value driven investments):
    Oberbegriff für Investments, die neben rein finanziellen Aspekten zusätzliche Kriterien berücksichtigen. Darunter fallen zum Beispiel auch islamische Fonds.Nachhaltige Investments (sustainable investments):
    Geldanlagen, die über ökonomische Faktoren hinaus auch soziale und ökologische Kriterien berücksichtigen.Nachhaltigkeitsthemenfonds (background of sustainability themes):
    Nachhaltigkeitsfonds, die in eine spezielle Branche oder ein spezielles Thema, etwa Wasser oder erneuerbare Energien, investieren. Diese Themenfonds beachten neben ökonomischen Faktoren soziale und ökologische Kriterien.Ethikfonds: (ethic background)
    Fonds, die allein oder vorwiegend ethisch motivierte Ausschlusskriterien verwenden. Der Begriff hat seine Wurzeln im angloamerikanischen Raum. In Österreich werden Ethikfonds oft verstanden als Nachhaltigkeitsfonds, die neben ökologischen und sozialen Positivkriterien auch ethisch motivierte Ausschlusskriterien verwenden.

    Umweltfonds/Ökofonds: (eco background
    Nachhaltigkeitsfonds, die vorwiegend Umweltkriterien berücksichtigen. Hierunter fallen insbesondere auch Technikfonds. Doch Vorsicht: Nicht alle haben (ökologische und soziale) Nachhaltigkeitskriterien. Darum unterscheidet man bei Nachhaltigen Geldanlagen zwischen Umwelttechnikfonds und Nachhaltigkeitsthemenfonds.

  1. Strenge Kombinationen aus den genannten Ansätzen

2) Verantwortliches Investment/ “breites SRI”
Unter verantwortliche Investments („Breites SRI“) fallen sehr unterschiedliche Konzepte enthalten, die nicht mit nachhaltigen Geldanlagen zu verwechseln sind. Folgende Konzepte gehören dazu, sie sind auch kombinierbar:

  • ‘Einfache Ausschlusskriterien: mindestens ein Ausschlusskriterium, z.B. eine Branche; sehr oft Rüstungs- oder Tabakindustrie.
  • Engagement(englisch ausgesprochen): Bei diesem Konzept bleiben Großanleger bewusst in Unternehmen mit kritischen Geschäftsaktivitäten investiert und versuchen ihren Einfluss als aktive Aktionäre oder Gläubiger zu nutzen, um sie in direktem Dialog zu nachhaltigeren / verantwortlicheren Wirtschaftsweisen zu drängen. Engagement gewinnt international an Bedeutung.

Integration von ESG-Kernkriterien”: Institutionelle Investoren integrierten einige zentrale, finanziell bedeutsame Nachhaltigkeitskriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Governance (ESG) – wie z.B. Klimaschutzdaten – in Aktienanalyse und Portfoliomanagement. Dieser Ansatz wird global immer bedeutsamer und ist zunehmend eine Basis für „Engagement“ (aktives Aktionärstum).

Quellenverweis:  https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/sri_socially_responsible_investment_1610.htm

 

 

 

Der United Nations Global Compact ist die weltweit größte und wichtigste Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Auf der Grundlage seiner 10 universellen Prinzipien verfolgt er die Vision einer inklusiven und nachhaltigen Weltwirtschaft zum Nutzen aller Menschen, Gemeinschaften und Märkte, heute und in Zukunft. Mit ihrem Beitritt zeigen bereits über 13.000 Unternehmen und Organisationen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft in 170 Ländern, dass sie diese Vision verwirklichen wollen.

Quellenverweis: https://www.globalcompact.de/de/ueber-uns/dgcn-ungc.php?navid=1243194933573

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